Das Rahmenkonstrukt
Eine versionierte Arbeitsvereinbarung zwischen Mensch und KI-Agent – im Repository, nicht im Kopf.
Worum es geht
Die Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI-Agent läuft nicht über Zuruf, sondern über ein geschriebenes Regelwerk. Es liegt im Repository, wird versioniert wie Code und gilt für jede Sitzung – unabhängig davon, welche Oberfläche gerade benutzt wird oder an welchem Gerät gearbeitet wird.
Ohne diese Datei beginnt jede Sitzung bei null. Ein KI-Agent hat kein Gedächtnis über Sitzungen hinweg; was gestern vereinbart wurde, ist heute vergessen. Das Regelwerk ist die Antwort darauf.
Wie eine Regel entsteht
Regeln werden nicht aus einem Lehrbuch übernommen, sondern aus konkreten Vorfällen abgeleitet. Jede trägt deshalb drei Dinge: den Anlass (was ist passiert), das Datum und die Begründung (warum die Regel so und nicht anders lautet).
Das hat einen praktischen Grund. Eine Regel ohne Begründung wird beim ersten Zweifelsfall umgangen, weil niemand mehr weiß, wogegen sie schützt. Eine Regel mit Anlass lässt sich später auch bewusst wieder aufheben – dann nämlich, wenn der Anlass entfallen ist.
Zwei Quellen, eine Rangfolge
Neben dem Regelwerk im Repository gibt es ein dauerhaftes Gedächtnis mit feineren Einzelheiten. Beide können auseinanderlaufen. Deshalb ist ausdrücklich festgelegt, welche der beiden im Konfliktfall gilt – nicht als Formalie, sondern damit ein Widerspruch entscheidbar bleibt, statt zur Auslegungsfrage zu werden.
Noch nicht abgedeckt
Das Regelwerk wächst mit jedem Vorfall und ist inzwischen lang. Es gibt keinen Mechanismus, der veraltete Regeln aktiv herausfiltert – das geschieht bisher nur beim Lesen.