Wissen und Dokumentation
Ein KI-Agent vergisst zwischen zwei Sitzungen alles. Was bleiben soll, muss geschrieben werden.
Warum das eine eigene Disziplin ist
Zwischen zwei Sitzungen bleibt beim Agenten nichts hängen. Jede Erkenntnis, die nicht aufgeschrieben wird, muss beim nächsten Mal neu erarbeitet werden – oder wird neu erraten. Dokumentation ist hier deshalb kein nachgelagerter Schritt, sondern Voraussetzung dafür, dass Arbeit überhaupt aufeinander aufbauen kann.
Diagramme: getrennte Zuständigkeit
Für Prozessdiagramme gibt es zwei Dateien. In der einen pflegt der KI-Agent den Inhalt – Schritte, Verzweigungen, Beschriftungen. In der anderen pflegt der Mensch die Optik – Anordnung, Farben, Linienführung. Der KI-Agent fasst die zweite Datei nie an.
Der Grund ist eine wiederkehrende Erfahrung: Ein KI-Agent, der ein Diagramm inhaltlich korrigiert, ordnet es dabei gern neu an und zerstört eine Anordnung, an der jemand lange gearbeitet hat. Die Trennung löst den Konflikt an der Wurzel, statt ihn jedes Mal auszuhandeln.
Nach dem Schreiben wird zurückgelesen
Jede Änderung an einer Wissensseite wird anschließend erneut geladen und geprüft: Löst der Verweis auf? Steht der Inhalt im richtigen Feld? Wird die Formatierung dargestellt oder nur als Text angezeigt? Diese Prüfung ist Pflicht, weil die Rückmeldung eines Werkzeugs nicht dasselbe ist wie ein Blick auf das Ergebnis.
Noch nicht abgedeckt
Firmenwissen wird über kuratierte Kontextdateien eingebunden, nicht über eine Suche zur Laufzeit. Das ist wirksam, skaliert aber nicht beliebig mit der Menge.