Kanuvereine-Datensatz Deutschland
Geodaten-Verarbeitung im Grossen: 1.261 Standorte aus unstrukturierten Quellen erschlossen, gegen Kartenmaterial verortet und laufend aktualisiert gehalten.
Geodaten-Verarbeitung im Grossen: 1.261 Standorte aus unstrukturierten Quellen erschlossen, gegen Kartenmaterial verortet und laufend aktualisiert gehalten.
Wer eine Kanutour plant, braucht eine Frage beantwortet, die keine Quelle direkt beantwortet: An welchem Gewässer liegt dieses Bootshaus? Der Deutsche Kanu-Verband führt zwar alle Vereine mit Adresse, aber die Adresse ist die Straße, nicht der Steg – und ob nebenan ein Fluss fließt, steht nirgends.
Das Ergebnis sind zwei Artefakte: eine Excel-Arbeitsmappe mit 1.261 Vereinen und 19 Verbänden und eine interaktive Karte, die sich auf Satellitenbild umschalten lässt – erst dort sieht man, ob ein Bootshaus wirklich am Wasser steht. Beides erzeugt eine Pipeline vollständig neu, ohne Handarbeit.
Ein Gewässer lässt sich nur so genau zuordnen wie die Position, von der aus gesucht wird. Die Verbands-Koordinate ist im Median 19 m genau – aber mit einem langen Schwanz: Einzelne liegen über zwei Kilometer daneben, weil dort eine Geschäfts- oder Schuladresse hinterlegt ist.
Deshalb entsteht die Position über eine Rangfolge mit vier Stufen, und jede Zeile weist aus, welche gegriffen hat.
Von der gewählten Position aus wird das nächste benannte Gewässer im Umkreis von 400 m gesucht. Wird keins gefunden, bleibt das Feld leer – es wird nichts geraten. Jede Zeile trägt zusätzlich ein Konfidenz-Kennzeichen, das sechs Zustände unterscheidet; entscheidend ist die Trennung zwischen „kein Gewässer im Umkreis" und „noch nicht geprüft".
Diese Unterscheidung ist kein Detail. Ein Datensatz, der Unwissen als Negativbefund ausgibt, sieht vollständig aus und ist falsch.
Kein einziger dieser Fehler wäre durch Nachdenken aufgefallen. Alle sieben kamen ans Licht, weil Stichproben gegen die Wirklichkeit geprüft wurden – gegen ein Satellitenbild, gegen einen Verein, dessen Lage bekannt war – und nicht gegen die eigene Erwartung.
Der achte Befund kam zuletzt und ist der unbequemste: Die Detailseiten des Verbandes, seit Beginn im lokalen Zwischenspeicher, führen Felder, die nie ausgelesen wurden – darunter das Gewässer selbst für 523 Vereine und die Flussseite mit Kilometerangabe für 350. Die Quelle wurde nach den erwarteten Feldern durchsucht, statt zuerst zu erheben, welche Felder es überhaupt gibt. Daraus ist eine feste Regel für alle Projekte geworden: neue Quelle zuerst inventarisieren, dann parsen.
Ergebnisse, die als Datei auf einem Rechner liegen, sind für alle anderen nicht vorhanden. Der Datensatz steht deshalb als geschützte Webseite auf derselben NAS wie diese Seite hier – mit Startseite, interaktiver Karte und Download der Arbeitsmappe.
Das Rechte-Modell ist bewusst zweistufig: Es gilt dieselbe Anmeldung wie auf Ein IT-Projekt mit KI, aber eine eigene Freigabeliste. Ein gültiger Login genügt also nicht – der Benutzer muss zusätzlich für den Kanu-Bereich freigegeben sein.
Ein Detail daran ist übertragbar und leicht zu übersehen: Eine hochgeladene
Excel-Datei wäre trotz Login öffentlich gewesen, weil der PHP-Login nur
.php-Dateien schützt und auf dieser NAS die
Verzeichnis-Konfiguration gar nicht ausgewertet wird. Die Arbeitsmappe wird
deshalb kodiert in einer PHP-Datei ausgeliefert und geht damit zwingend
durch die Anmeldung. Ein Schutzmechanismus schützt nur das, wofür er
zuständig ist – und das ist selten alles, was im selben Ordner liegt.
Ein aus Webquellen erhobener Datensatz veraltet ab dem Tag der Erhebung. Alle fünf Quellen stehen deshalb in einem Register und werden über einen einheitlichen Ablauf neu abgerufen, der den Unterschied zum alten Stand berichtet, statt still zu überschreiben – festgehalten im Baustein Kontrollierte Datenauffrischung. Handkorrekturen an Bootshaus-Positionen überleben jeden Lauf, und die kostenpflichtige Quelle läuft nur nach ausdrücklicher Bestätigung mit.
Dieses Projekt wird in folgenden anderen Projekten verwendet: