Scans automatisch ablegen
Neue Dokumente mit OCR versehen und im lokalen Netzwerk an der passenden Stelle speichern – mit lernender Vorbild-Suche statt starrer Regeln.
Neue Dokumente mit OCR versehen und im lokalen Netzwerk an der passenden Stelle speichern – mit lernender Vorbild-Suche statt starrer Regeln.
Eingehende PDFs – egal ob frisch gescannt oder seit Jahren in Ordnern liegend – sollen ohne manuellen Eingriff durchsuchbar gemacht und an die richtige Stelle gelegt werden. Ziel: ein Posteingang, der sich selbst sortiert, und ein Bestand, der nachträglich durchsuchbar wird. Wichtige Randbedingung: lokale Verarbeitung – OCR, Heuristik und Lern-Datenbank laufen auf dem Rechner; Cloud-LLMs sind standardmäßig deaktiviert.
Statt starre Regeln zu definieren, lernt das System aus dem vorhandenen Bestand.
Für jeden neuen Scan sucht es ähnliche Dokumente (über Absender, Stichworte,
Volltext-Score), schlägt Name und Zielordner anhand des besten Vorbilds vor
und liefert eine Begründung mit. Nutzer-Entscheidungen werden in einer
Lern-Datenbank (YAML in Lerndaten/) persistent gespeichert –
eine Datei pro Geschäftspartner plus eine globale Datei. Damit steigt die
Trefferquote über Zeit sichtbar; Statistiken im Web-Dialog zeigen den
Lern-Effekt.
Ein Spezialfall ist FA-76 „Rechnungssteller-First": Bei Rechnungen ist der Rechnungssteller das primäre Ablagekriterium – nicht das Datum, nicht der Typ. Pseudo-Absender (Rechtsformen wie GmbH/AG/KG, Jahreszahlen, generische Briefkopf-Wörter) werden als Vorbild-Quelle ausgeschlossen, damit der Zielordner nicht verfälscht wird.
Claude Cowork beobachtet einen Eingangsordner (einem lokalen Projektordner, nur Top-Ebene), wendet OCR auf neue Dateien an, klassifiziert
mehrstufig (privat vs. geschäftlich → Bereich → Geschäftspartner → steuerrelevant)
und schiebt das Ergebnis in die passende Zielstruktur. Bei klarem Treffer
verschiebt es automatisch, bei Unklarheit öffnet sich ein lokaler Web-Dialog
mit PDF-Vorschau, Vorschlag inkl. Begründung und Alternativen. Tray-Icon
und Windows-Toast-Notification machen aus dem Hintergrund-Tool ein
benachrichtigendes System.
Für Bestandsbestände läuft derselbe Prozess als Stapellauf: ein ganzer Ordner wird mit dem OCR-Skill behandelt, anschließend automatisch eingeordnet.
Dokumente mit GmbH-Bezug bekommen zusätzlich eine Kopie nach
Bletschacher Austausch\ (flach), damit der Steuerberater alles
Steuerrelevante zentral sieht. Sicherheits-Pattern: erst die Bletschacher-Kopie
schreiben, dann das Original aus dem Eingang verschieben. Schlägt eine
Operation fehl, bleibt der Originalzustand erhalten – nie Datenverlust.
Ausnahmen wie Gesellschaftsverträge oder interne Personalakten werden in der
Lern-Datenbank gepflegt.
Berichte/, Pro-Scan-Audit-Logs in Audit/Queue/ – Eingangsordner für neue Dokumente_Quarantaene/ – ungeklärte Fälle für manuelle SichtungAudit/ – Pro-Scan-Audit-LogsBerichte/ – Tagesberichte (Markdown)Lerndaten/ – YAML-Lern-Datenbank, eine Datei pro Geschäftspartner + _global.ymlcode/sa/ – Python-Implementierung (18 Module)01_Anforderungen.md (FA-01 … FA-76, NFA-01 … NFA-09, BL-01 … BL-05), 02_Workflow.md, 03_Konfiguration.md, 04_Status.md, 05_Offene_Fragen.md, 06_Aenderungslog.md, 07_Implementierungsplan.md, 08_Erfahrungen.mdDamit das Tool nicht an einen einzelnen Rechner gebunden ist, gibt
es den Cowork-Skill scan-ablage-einrichten. Er übernimmt
die komplette Einrichtung auf einem weiteren Windows-PC: prüft die
Voraussetzungen (Python, pip-Pakete, Tesseract, ocrmypdf), erzeugt
eine passende config.yml, richtet den VBS-Autostart ein
und verifiziert den Live-Status (Web-Dialog auf
localhost:8765 erreichbar).
Voraussetzung: Der Dropbox-Ordner
einem lokalen Projektordner ist auf dem Zielgerät synchronisiert
– Code, Lerndaten und Bestands-Index liegen dann bereits vor. Aus
einem mehrstündigen Setup-Marathon wird so ein einzelner Satz:
„Scan-Ablage auf neuem Rechner einrichten".
Das ist der Verallgemeinerungs-Wert: Das Projekt liefert nicht nur ein laufendes Tool, sondern auch den Skill, mit dem es überall gleich wieder läuft.