Ablaufdiagramme mit berechneten Fallzahlen
Prozessdiagramme, die ihre Mengenangaben bei jedem Rendern aus den echten Daten ziehen – dadurch sind sie Dokumentation und Kontrollinstrument zugleich.
Prozessdiagramme, die ihre Mengenangaben bei jedem Rendern aus den echten Daten ziehen – dadurch sind sie Dokumentation und Kontrollinstrument zugleich.
Ein Ablaufdiagramm zeigt, welche Wege es gibt. Es zeigt normalerweise nicht, wie viele Fälle welchen Weg nehmen. Genau diese Zahl ist aber das Interessante: Ein Zweig, den niemand nimmt, ist toter Code. Ein Zweig, der unerwartet stark belegt ist, deutet auf einen Fehler.
Deshalb werden die Mengenangaben nicht ins Diagramm geschrieben, sondern beim Rendern aus den Rohdaten berechnet. Jeder Knoten trägt seine aktuelle Fallzahl.
Im Kanuvereine-Datensatz fiel beim Nachzählen für so ein Diagramm auf, dass die Summe der Knoten nicht zur Gesamtmenge passte: Acht Datensätze tauchten nirgends auf. Ursache war eine überflüssige Bedingung in einem Filter, die sie still aussortierte – ohne Fehlermeldung, ohne Absturz, ohne Logeintrag.
Das automatische Prüfskript hatte das nicht bemerkt, weil kein Kriterium diese Vollständigkeit forderte. Aufgefallen ist es an der Grafik.
Inhalt und Aussehen werden getrennt: Die generierte Basisdatei enthält die Prozesslogik – Schritte, Verzweigungen, Beschriftungen. Eine daneben liegende Arbeitskopie enthält die von Hand gepflegte Optik – Positionen, Farben, Linienführung.
Automatisch geändert wird ausschließlich die Basisdatei, die Arbeitskopie bleibt unangetastet. Weicht die Optik-Kopie inhaltlich ab, wird das gemeldet statt stillschweigend überschrieben – so kann keine Layoutpflege versehentlich einen Prozessschritt löschen.